Warum ich mich mit Ende 30 gegen die Antibabypille entschieden habe – und hormonfrei verhüten möchte

Lange Zeit war die Antibabypille für mich einfach „normal“. Ich habe sie genommen, weil man das eben so macht. Weil sie sicher ist. Weil sie bequem ist. Und weil ich mir jahrelang kaum Gedanken darüber gemacht habe, was sie eigentlich mit meinem Körper macht.
Mit Ende 30 hat sich das geändert.
Ein neuer Blick auf meinen Körper
Je älter ich wurde, desto mehr habe ich angefangen, meinen Körper wirklich zu hinterfragen – und ihm zuzuhören. Stimmungsschwankungen, ein diffuses Gefühl von „nicht ganz ich selbst sein“, wenig Verbindung zu meinem Zyklus. Lange konnte (oder wollte) ich das nicht klar zuordnen. Aber irgendwann kam der Punkt, an dem ich mich gefragt habe: Will ich meinem Körper weiterhin täglich synthetische Hormone zuführen?
Die ehrliche Antwort war: nein.
Nicht, weil die Pille per se „schlecht“ ist – sondern weil sie sich für mich nicht mehr richtig angefühlt hat. Ich habe gemerkt, dass mein Bedürfnis nach Natürlichkeit, Selbstbestimmung und Körperbewusstsein immer größer wurde.
Hormonfrei verhüten – aus Überzeugung
Ich wollte zurück zu einem natürlicheren Zyklus. Wissen, wann mein Eisprung ist. Verstehen, wie mein Körper funktioniert. Nicht nur „verhüten“, sondern bewusst mit meinem Zyklus leben.
Gleichzeitig war mir aber auch klar: Ich möchte keine Kompromisse bei der Sicherheit eingehen. Kalendermethode oder reines Bauchgefühl kamen für mich nicht infrage. Also habe ich mich intensiv mit hormonfreien Verhütungsmethoden beschäftigt – und bin bei der symptothermalen Methode gelandet.
Warum Trackle?
Um meinen Zyklus zuverlässig zu tracken, habe ich mir Trackle bestellt. Trackle misst die Basaltemperatur vaginal und liefert dadurch sehr präzise Daten, ohne dass ich jeden Morgen zur gleichen Zeit messen oder mich selbst stressen muss. Gerade im Alltag (und ehrlich: mit Ende 30 schläft man auch nicht immer perfekt 😅) ist das für mich ein riesiger Vorteil.
Was mir besonders gefällt:
keine Hormone eine sehr genaue Temperaturmessung mehr Verständnis für meinen eigenen Zyklus das Gefühl, die Kontrolle zurückzuhaben
Ich sehe Trackle für mich gerade als eine Art „Testphase“ – ein bewusster Schritt weg von Fremdsteuerung hin zu mehr Eigenverantwortung.
Fazit: Es fühlt sich richtig an
Die Entscheidung gegen die Antibabypille war keine spontane. Sie ist gewachsen – mit mir, meinem Körper und meinen Bedürfnissen. Hormonfrei zu verhüten bedeutet für mich nicht Verzicht, sondern Gewinn: mehr Körperbewusstsein, mehr Vertrauen und mehr Verbindung zu mir selbst.
Ich weiß noch nicht, ob dieser Weg für immer meiner sein wird. Aber im Moment fühlt er sich genau richtig an. Und das ist am Ende das Wichtigste.


